Thailand: Beginn der Weltreise im Land des Lächelns

Bevor man in die große weite Welt zieht, ist es schwierig sich ein Bild davon zu machen was einen erwartet. Eines ist jedoch sicher: Es gibt eine Menge zu entdecken. Den Beginn unseres Abenteuers markierte Thailand, das Land des Lächelns. Ausgewählt haben wir Thailand aus drei Gründen: Erstens gibt es sehr günstige Flüge von Deutschland nach Thailand, zweitens wollte Sabrina das Land wieder sehen, in dem sie vor 5 Jahren für knapp 3 Monate wohnte und drittens war es ein Weg mich an Kulturen außerhalb Europas schonend heranzuführen (Die Weltreise war meine erste Erfahrung außerhalb Europas).

Die Ankunft in Bangkok und ein Kulturschock

Als wir am 11.05.2019 in Düsseldorf in den Flieger Richtung Thailand stiegen, dachten wir auf das Ungewisse vorbereitet zu sein. Dann öffneten sich die Türen des Flugzeuges in Bangkok und wir standen in einer anderen Welt. In guter südostasiatischer Manier wurden wir direkt in das nächstbeste Taxi manövriert und bevor wir uns versahen, standen wir mit den Rucksäcken bei knapp 40 Grad mitten im Gewusel der Metropole. Wir waren froh, als wir in unserem Hostel ankamen und etwas durchatmen konnten.

Nachdem wir uns etwas akklimatisiert hatten, machten wir uns auf die Stadt zu erkunden. Dafür wählten wir nicht die Tuk-Tuks, die überall herum fuhren, da wir sie unverhältnismäßig teuer fanden. Oft hielten sie preislich mit den normalen Taxis mit oder waren sogar teurer. Apropos Taxen: Wir empfehlen immer nach Taxameter zu fahren oder besser noch online per Uber oder Grab eines zu rufen. Die besten und abenteuerlichsten Erfahrungen machten wir aber mit dem öffentlichen Nahverkehr. Ob Bus oder Boot, wir kamen immer sicher und billig an unserem Ziel an. Ein toller Nebeneffekt war, dass wir so besser mit den Einheimischen in Kontakt kamen, was uns viel mehr wert war als der Komfort eines Taxis.

Vom Transport abgesehen, gestaltete sich die Planung schwierig. Bangkok machte auf uns einen durchwachsenen Eindruck. Ein richtiges Stadtzentrum machten wir nicht aus. Stattdessen variierten die einzelnen Stadtviertel stark. Luxuriöse Stadtviertel mit vielen Wolkenkratzern, tollen Sky Bars und riesigen Einkaufszentren standen im Kontrast zu Vierteln wie Chinatown, die chaotischer waren und einen deutlich höheren Wuselfaktor aufwiesen. Unabhängig davon fanden wir an jeder Ecke fantastisches Essen. Die Vielfalt des Streetfoods und der Foodcourts hat uns sehr begeistert.

Blick auf Bangkok von der Above Eleven Skybar

Ruhiger, aber nicht weniger spannend, sind die Tempel- und Palastanlagen, die uns der thailändischen Kultur näher brachten und gigantisch groß sind. Die Preispolitik ist hierbei südostasiatisch durchwachsen. Während manche Anlagen frei sind, kosten andere vergleichsweise hohe Eintrittspreise. Beispielsweise fanden wir die Preise für den liegenden Buddha überrissen.

Ko Tao ein Paradies Thailands, auch ohne Tauchen und in der Nebensaison

Nach dem Stress der Stadt war die Vorfreude auf Ko Tao groß. Endlich ans Meer und endlich durchgehend frische Luft. Um nach Ko Tao zu kommen, buchten wir einen Nachtbus von Bangkok aus. Dieser fuhr an der Khaosan Road ab und setzte uns am frühen Morgen am Fährterminal ab. Von dort aus ging es der Sonne entgegen auf die Insel im Osten Thailands.

Leider hatten wir es verpeilt vorher den Transport vom Hafen zu unserer Unterkunft zu organisieren. Das hatte zur Folge, dass wir erst einmal mit unserem Gepäck durch die Straßen irrten, bis wir uns an einen der teuren lokalen Fahrer wanden. Im Nachhinein lässt sich sagen, dass wir bis jetzt die besten Erfahrungen gemacht haben, wenn wir die Unterkunft nach Transportmöglichkeiten fragten.

Angekommen checkten wir bei Anthony ein, der dabei war das Cotton Homestay aufzuziehen. Dort verbrachten wir die Nächte in einem total gemütlichen Zelt, was den perfekten Kontrast zu den vorherigen Nächten im Hostel darstellte.

Sonnenaufgang auf dem Love Summit in Ko Tao

Aktivitäten gibt es auf der kleinen Insel definitiv genug. Vielen ist Ko Tao insbesondere deshalb ein Begriff, weil man dort günstig seinen Tauchschein machen kann. Aber auch ohne Tauchen – Ich machte den Tauchschein erst später in Malaysia – und in der Nebensaison ist Ko Tao ein Paradies. Beeindruckt haben uns die Buchten und Aussichtspunkte, wobei uns der Hin Wong Beach mit seinen neugierigen Fischen besonders ans Herz gewachsen ist. Auch die vorgelagerte Insel Ko Nang Yuan war einen Besuch wert. Jedoch war die Insel mittags mehr als überlaufen und wir waren froh, dass wir morgens mit die Ersten waren, die den Aussichtspunkt erklommen.

Blick vom Aussichtspunkt auf Ko Nang Yuan

Zur Fortbewegung nutzten wir einen Roller, den wir um die Ecke mieteten. Ich, der vorher nur geringe Rollererfahrung hatte, will an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Fahren vorher geübt werden sollte. Die Straßen auf Ko Tao sind teilweise sehr steil und nicht immer geteert. Wir hatten einige Male Glück, dass unsere Reise nicht direkt wieder vorbei war. Da es sich in Thailand fast immer um 125er-Modelle handelt, reicht außerdem der Autoführerschein nicht aus. So können Strafen auf einen zukommen und der Versicherungsschutz erlischt!!! Ohne Roller wären wir jedoch aufgeschmissen gewesen und so blieb uns nichts anderes übrig, als mit festen Schuhen auf Fortuna zu vertrauen.

Ebenso möchten wir eine Wanderung von Traveltomtom (Link auf Englisch) empfehlen. Mach dich dafür morgens auf den Weg, um die Hitze zu vermeiden. Bring außerdem genug Wasser mit und ein paar Snacks schaden auch nicht. Der Pfad führt vorbei an schönen Buchten und offenbart ein ganz anderes weniger touristisches Ko Tao.

Ko Pha-ngan, die Insel der Full Moon Party, aber nicht nur

Direkt neben Ko Tao liegt Ko Pha-ngan, die Insel der Full Moon Party. Da wir aus unserem Fehler auf Ko Tao gelernt hatten buchten wir dieses Mal vorher den Transport. So wurden wir direkt vor unserer Unterkunft Mayom Garden abgeliefert. Die Betreiber machten echt einen super Job und wir fühlten uns in unserem Bungalow mit Freiluft Badezimmer sehr wohl.

Leider war Sabrina krank, sodass wir es am Abend der Full Moon Party nicht nach Haad Rin schafften. Aber auch ohne Full Moon Party lohnte sich ein Besuch in der Bucht von Haad Rin, wobei wir dir zum Beachen Haad Than Sadet im Osten empfehlen. Neben dem Strand hat nämlich auch der Weg dorthin einiges zu bieten.

Janik auf der Straße Richtung Haad Than Sadet

Wer sich lieber den Bauch voll schlägt, ist auf dem Thong Sala Food Market sehr gut aufgehoben. Selten hatten wir uns für so wenig Geld so lecker voll gefuttert. Malerische Sonnenuntergänge gab es jeden Abend, wenn es das Wetter zuließ, an der Westküste. Den spektakulärsten Sonnenuntergang sahen wir uns Amstardam Bar an, die ihrem Namen durchaus gerecht wird. Dennoch würden wir in Südostasien von Drogen Abstand halten. Die Strafen sind drakonisch und die Bar funktionierte nur, weil die Polizei geschmiert wurde. Der Sonnenuntergang war aber auch ohne Drogen berauschend und reite sich in unsere Top 7: Schöne Aussichten in Südostasien ein.

Sonnenuntergang in der Amstardam Bar

Ko Lanta, Sabrinas ehemalige Heimat im Westen Thailands

Nach den beiden Inseln östlich des Festlandes setzten wir nun nach Ko Lanta im Westen über. Trotz der verhältnismäßig kleinen Distanz waren wir mit mehreren Fähren, Bussen und Minivans den ganzen Tag unterwegs und kamen erst bei Dunkelheit an.

Das Ziel war Aule’s Bungalows, eine einfache Bungalowsiedlung mit Einheiten ohne Waschbecken aber mit eigenem WC und Dusche für sehr wenig Geld. Und den sehr coolen Aule gab es gleich mit dazu. Er hatte eine sehr gelassene, entspannte Art und verwöhnte uns jeden Tag mit frischen Früchten.

Sabrina auf dem Weg zum Nui Bay Beach

Mit dem Roller erkundeten wir die Insel auf der Sabrina zweieinhalb Monate verbrachte. Wie auf den anderen Inseln waren Aussichtspunkte, Essen, Strände und Wassersport die Hauptattraktionen. Dank der Nebensaison auf Ko Lanta hatten wir die Strände fast immer für uns alleine. Dadurch hatten aber auch viele Bars, Restaurants und Tourenanbieter geschlossen. Wir hatten jedoch Glück und erwischten einen der letzte noch offenen Anbieter für den ersten Schnorcheltrip unserer Reise. Die 4-Island-Tour hat uns auf den Geschmack gebracht. Schnorcheln ist eine Wucht. Vor allem, wenn man das Wasser nicht mit 100 anderen Touristen teilen muss und die Korallen intakt sind. Spannend fanden wir die überwiegend muslimische Prägung Ko Lanta’s, was sich durch die lauten Gebete der Moscheen ausdrückte und was wir, in der Form, beide noch nicht kannten.

Krabi und Sabrinas Trip nach Ko Phi Phi

Ko Lanta war der letzte größere Stop in Thailand. Da unser Flieger nach Malaysia von Krabi aus flog, stand noch ein Reisetag an. Sabrina wollte unbedingt noch Maya Bay auf Ko Phi Phi von ihrer Löffelliste streichen, aber mir stand es mehr nach einem entspannten Tag. Deshalb beschlossen wir den Tag getrennt zu verbringen. Sabrina machte sich auf Richtung Ko Phi Phi Don und ich fuhr nach einem sehr entspannten Frühstück direkt nach Krabi.

Sabrina kam auf der langersehnten Insel an. Also fast. Leider konnte sie keine Leute finden die sich ein Boot von Ko Phi Phi Don nach Ko Phi Phi Lee teilen wollten. Die Alternative ein Privatboot zu chartern war dann doch zu teuer. Sie nutzte die Zeit dennoch gut und erklomm die Viewpoints 1 und 2. Letzterer findet sich auch auf der Liste der schönsten Viewpoints wieder (siehe Amstardam Bar).

Sabrina genießt die Aussicht vom Viewpoint 2 auf Ko Phi Phi

Die Fahrt nach Krabi, genauer Ao Nang hatte es in sich. Die Kombination aus alten Booten und viel zu kleinen Minivans, machte die Reise zum Abenteuer. Dennoch kamen wir mit all unserem Zeug wohlbehalten bei unserer Unterkunft an.

Wir buchten in Krabi Meechok organic home und nutzten unseren letzten Abend in Thailand, um Ao Nang Beach zu erkunden. Eine willkommene Abwechslung war, dass wir nach der Ruhe auf Ko Lanta in einem belebten Ort besuchten. 22 Tage nach der Ankunft in Bangkok endete dann unser Kapitel Thailand am Flughafen Krabi, von wo wir einen Flieger nach Kuala Lumpur nahmen.

Von dort aus erkundeten wir den Norden Malaysias.

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Portrait von Janik

Author: Janik

Hallo ich bin Janik. Meine Leidenschaften sind Reisen, Handball, Lesen und die IT-Branche. Seit ich Sabrina kenne, habe ich viel über mich und uns gelernt und bin froh meine Erfahrungen mit ihr und euch teilen zu dürfen

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